Detektiv Staat

Der Staat ist dafür zuständig seine Bürger zu schützen. Dieser Pflicht versuchen Staaten heutzutage mit allen Mitteln nach zu kommen. Die große Lauschabwehr soll die Bürgerinnen und Bürger des Staates vor terroristischen Anschlägen schützen und wird als effektive, präventive Maßnahme propagiert.

Telefongespräche mit Handy und Festnetz dürfen überwacht und gespeichert werden, wenn entsprechender Verdacht vorliegt

Die Frage, ob dieser Verdacht denn begründet ist, soll hier außen vor gelassen werden. Die Rechtmäßigkeit dieser Maßnahmen ist definitiv nicht zweifelsfrei und beschäftigt Anwälte und Gerichte. Aber hier soll weniger die Rechtmäßigkeit, die müssen Experten klären, sondern viel eher die Sinnmäßigkeit dieser Aktionen thematisiert werden.

Wird das Leben von Bürgerinnen und Bürgern tatsächlich sicherer, wenn der Staat bzw. die Staatsbediensteten im großen Stil Telefone abhören? Einige sind sich dessen sicher. Ereignisse, wie die pressewirksame Festnahme von Terrorverdächtigen, die angeblich durch abgehörte Telefongespräche gefasst wurden, tragen sicherlich zu dieser Haltung bei.

Kritische Stimmen jedoch, nicht selten Experten auf dem Gebiet des Terrorismus, geben zur Kenntnis, dass die Mehrzahl aller Festnahmen von Terrorverdächtigen meist einem Insider aus deren Umfeld zu verdanken ist. Das wiederum würde das aufwendige und bürgerrechtlich suspekte Sammeln von Informationen mithilfe modernster Abhörtechnik ad absurdum führen und damit grundsätzlich in Frage stellen. Zu denken geben sollte auch, dass sich Terroristen, genauso wie Verbrecher, darüber im Klaren sind, dass der Staat mittlerweile mithört.

Dementsprechend weichen Sie auf alternative Kommunikationsmöglichkeiten aus

Infolge dessen gehen die Sicherheitsmaßnahmen ins Leere und treffen nicht die, die anvisiert worden sind. Leidtragende sind letztendlich die Bürgerinnen und Bürger, die den Verlust ihrer Privatsphäre hinnehmen müssen, ohne dafür eine Gegenleistung zu erhalten.

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